Wir sollten noch heute unser Apfelbäumchen pflanzen.
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Clandestine

14.5.07 15:59


Darauf läuft es hinaus, wenn wir nicht schnell genug weglaufen. Teil 3 ...

liebe daniela!

trotz meiner anfänglichen zweifel betreffend der übersiedlung,
möchte ich mich heute auf diesem wege bei dir bedanken. es war eine riskante entscheidung hierher zu kommen, doch sie hat sich gelohnt!
da du seitdem nicht mehr mit mir sprichst, konnte ich bereits unendliche momente der inneren einkehr durchwandern. wo wenn nicht hier, hätte ich anderweitig die möglichkeit, meine persona neu zu definieren.
kurz zu aktuellen perspektiven, welche von
unterschiedlichsten kollektiven angeboten werden:
der stadtstreicher, im jargon auch als urbaner penner bekannt oder
das weitaus anschmiegsamere konstrukt des digitalen bohemien.
wie du dir vorstellen kannst, unterscheidet sich letzteres durch
den perfekteren sitz der dauerwelle.

vieles verbindet, wlan für alle! solidarisch werfe ich freiwillig
meinen standcomputer aus dem fenster.
vielleicht sieht das ja eine vorbeieilende stadtstreicherin und
¢schenkt mir gleichgesinnt ihr laptop?
oder gibt es da gar eine übergeordnete instanz,
welche mich eines tages reich beschenken wird?
nachdem ich mich erfolgreich von allem statischen befreien konnte,
wohin nun mit all der segensbringenden netzanbindung?
sicherlich kennt deine cousine europa unzählige dieser
flexiblen, agilen, mobilen und wendigen menschen.
bestell ihr bitte meine aufrichtige anteilnahme.

unser nachbar lässt dich herzlichst grüßen!

in liebe



dein jürgen
...n, 27.03.07
27.3.07 20:17


weise9

liebe daniela,

dankeschön für die bilder und vieles andere.

es tut mir leid aber ich muss dir unangenehmes mitteilen.
verzeih diese komische sprache.
nach nächtelangen gedankenstürmen habe ich mich nun schweren herzens entschieden, nicht nach berlin zu ziehen. es fällt mir nicht leicht zu schreiben doch die vorstellung darüber zu sprechen ist schmerzhafter.
ich breche meine zelte hier ab und beziehe für einige zeit ein zimmer im haus einer freundin, nahe der slowenischen grenze. dort werde ich für einige zeit kühe melken.
das klingt sicherlich sehr seltsam aber leider sehe ich im moment keine alternative. ich benötige wohl etwas zeit. eventuell dauert es auch länger.

unmögliches, das ich anscheinend erfolgreich verdrängt hatte, schlich sich des nachts in mein bewusstsein.
wie kann man unmögliches begehren? das ist doch total absurtz. (für F.M)

bitte vergiss niemals, auch ich bin bis zum heutigen tage unbehelligt geblieben.
mutter lässt dich herzlichst grüssen!

in liebe



dein jürgen
...n, 28.11.05
28.11.05 19:56


FEEDBACK & DISASTER

Feedback&Disaster #2

Die zweite Ausgabe der Online-Ausstellung „feedback&disaster“ hat „Sequels&Serials“ zum Motto.

episode #1 by ekw14,90:2005-04-26
episode #2 by bernd und thomas oppl: 2005-05-03
episode #3 by doris prlic: 2005-05-17
episode #4 by koloman kann 2005-05-31
episode #5 by amel andessner and elisa andessner 2005-05-14
episode #6 by ben ross and dorota wojenska 2005-06-28
episode #7 by Andreas Kurz (washer) and Judith Maule 2005-07-12 episode #8 by Kolchoz 2005-07-26
episode #9 by Karo Szmit 2005-08-09
episode #10 by Andrea Lueth 2005-08-23
episode #11 by Elffriede 2005-09-06

/Was wird passieren? /
Im April 2005 startet die neue Ausgabe von feedback&disaster - eine online-Serie, die auf der feedbackanddisaster.net erscheint.
Ausgehend von der Pilotfolge soll jede zweite Woche eine neue Episode von einem/einer neuen KünstlerIn erstellt werden. Die KünstlerInnen, die mit allen Medien arbeiten dürfen, stehen vor der Aufgabe, einerseits die Geschichte, die die anderen vorgegeben haben, weiterzuführen und deren Charaktere aufzunehmen, andererseits können sie der Serie aber auch ihren Stempel aufdrücken, oder ihre persönliche Katastrophe hinterlassen, die der/die nächste KünstlerIn ausbaden muss.
Die ProduzentInnen der einzelnen Folgen haben nur zwei Wochen Zeit, ihre Episode auszuarbeiten.
Es entstehen Skizzen und Schnellschüsse, im Vordergrund steht die Idee. Das Produktionsmedium bleibt den KünstlerInnen selbst überlassen. So könnte etwa eine Folge eine Bildgeschichte sein, die nächste Sound oder Musik, die nachfolgende Episode eine Zeichnung mit Text.

/Zum Thema:/
Reproduktion, Serie, Folgen, Fortsetzungen, immer wieder die selben Elemente.
Ein Erfolgsrezept wird wiederholt, verändert, missverstanden und führt so vielleicht ins Chaos.Eine Geschichte spinnt sich weiter, durch die lange Zeitspanne der Produktion gehen Elemente verloren,
tauchen wieder auf oder entwickeln sich zu etwas vollkommen Neuem.
Schnelle Produktionszyklen führen zu einfachen Produktionsmitteln:
ähnliche Bühnenbilder, die selben Schauspieler. Wir brauchen diese Routine, denn so wissen wir wenigstens, was uns erwartet.
Das Stiefkind unter den Serien sind die Sequels von Erfolgsfilmen: Sie beruhen auf dem Ausschlachten einer Idee bis zum Gehtnichtmehr, oder viel schlimmer, der Wiederholung eines Konzeptes, das schon beim ersten Mal nicht gut war.
Doch spätestens beim nächsten Twin-Peaks Abend werden wir uns alle wieder erinnern: Wenn etwas gut ist, darf es ruhig lange dauern. Aufhören soll man dann, wenn es am schönsten ist, am besten mit einem richtigen Cliff-Hanger, damit man die nächste Woche auch ganz sicher jeden anderen Termin absagt, um die neue Folge nicht zu verpassen.
Feedback&Disaster
5.9.05 11:51





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